Jürgen Greiner Autor

eBay (ohne Kleinanzeigen) und PayPal
Fortsetzung Seite 8

Ich komme nochmals auf den Fall des jungen Mannes zurück, der so gerne das Geschäft mit den Fernsehern gemacht hätte: Bei solchen Fallkonstellationen haben Sie zumindest den Vorteil, dass der Verkäufer nicht seine Identität verschleiert hat. Die Chancen, dass Sie wieder zu ihrem Geld kommen, stehen daher nicht schlecht, es sei denn, dass der Verkäufer pleite wäre. Aber auch dann hätten Sie immerhin die Möglichkeit, sich einen Schuldtitel zu besorgen, welchen Sie auch nach einer gewissen Zeit noch vollstrecken könnten, es sei denn, er wäre dauerhaft insolvent.

Wenn auch zwischenzeitlich sehr selten, so kommt es doch immer wieder vor, dass der eBay-Account eines Verkäufers ohne dessen Wissen von der Täterschaft übernommen wurde, nachdem die Zugangsdaten ausgespäht wurden. Diese Fälle sind besonders tückisch, weil die Käufer in solchen Fällen besonders arglos sind, vor allem, wenn der rechtmäßige Verkäufer vorher gute Bewertungen gesammelt hat.

Wie dies im Einzelfall passiert, kann ich nur vermuten. Viele Passwörter werden durch Phishing erlangt, also dass der Inhaber des eBay-Account auf eine gefälschte E-Mail hereinfällt und, in der Annahme, die E-Mail käme von eBay, bereitwillig sein Passwort bekannt gibt. Eigentlich dürfte dieses Phänomen zwischenzeitlich allgemein bekannt sein, sodass eigentlich heutzutage niemand mehr darauf hereinfallen müsste. Aber die Tatsache, dass es die Phishing-Mails immer noch gibt, zeugt davon, dass die Methode offenbar immer noch funktioniert.

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Jessica und die Odenwaldbande
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