Jürgen Greiner Autor

eBay (ohne Kleinanzeigen) und PayPal
Fortsetzung Seite 6

Ich kann nicht mehr nachvollziehen, ob die Regelung so gewesen war, dass bei der Zuteilung an die Kunden nicht die Reihenfolge der Bestellung maßgebend war, sondern die Reihenfolge der Bezahlung oder ob eine Bestellung automatisch storniert wurde, wenn die Bezahlung nicht in einer gewissen Frist eingegangen war. Für den Fall ist es unerheblich. Tatsache war, dass er keine Lieferung erhielt, was er aber erst erfahren hatte, nachdem er das Geld überwiesen hatte, welches wiederum ausschließlich aus den Zahlungen seiner eBay-Kunden stammte.

In der Zwischenzeit wurden diese nämlich ihrerseits ungeduldig und mahnten die Lieferung der von ihnen gekauften und bezahlten Geräte an. Das Dilemma des jungen Mannes bestand nun darin, dass er nicht einmal das Geld hatte, um den Kauf rückgängig machen zu können. Anstatt nun seinen Kunden reinen Wein einzuschenken und ihnen die Wahrheit zu sagen, flüchtete er sich in Ausreden, was letztendlich dazu führte, dass einer nach dem anderen Strafanzeige wegen Betrugs gegen ihn erstattete. Zwar bekam er das Geld, was er bezahlt hatte, nach einer gewissen Zeit vom Lieferanten wieder zurück erstattet, aber da war es schon zu spät.

Mein zweiter Rat an die Verkäufer wäre demnach der, immer zu reagieren, wenn etwas nicht geklappt hat. Seien Sie ehrlich, wenn Sie einen Fehler gemacht haben und kommunizieren Sie mit dem Käufer so umfangreich als notwendig. Auch wenn Sie damit möglicherweise eine große Dummheit zugeben müssen wie zum Beispiel, wenn Sie einen Artikel aus Versehen zweimal verkauft haben, dann ist dies alle Male besser, als sich später vor der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht verantworten zu müssen.

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Jessica und die Odenwaldbande
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