Jürgen Greiner Autor

eBay (ohne Kleinanzeigen) und PayPal
Fortsetzung Seite 5

Wer sich in diesem Business etabliert hat und diese finanziellen Spielräume hat, die notwendig sind, um die Waren zuerst zu bezahlen und sie dann Stück für Stück gewinnbringend zu verkaufen, der kann damit offenbar gut Geld verdienen, was einige Beispiele eindrucksvoll beweisen. Wer diesen Spielraum nicht hat, aber trotzdem dieses Spiel mitspielen will, der muss zu einem Trick greifen, der aber nicht unbedingt auch klappen muss. So hatte ich vor etlichen Jahren mit dem Fall eines jungen Mannes zu tun, der ganz clever sein wollte, aber dabei gewaltig auf die Nase gefallen ist.

Nachdem er tatsächlich bei einem Händler für Restposten 10 Flachbildfernseher geordert hatte, stellte er diese zum Verkauf bei eBay ein und konnte sie auch recht zügig verkaufen. Er hatte nur eines übersehen: Die Fernseher, die er verkaufte, gehörten ihm noch nicht. Sein Plan war es gewesen, mit den eingehenden Zahlungen seine eigenen Verpflichtungen gegenüber dem Lieferanten zu begleichen. Als genügend Käufer die angebotenen Fernseher bereits bezahlt hatten, überwies er die Summe an den Lieferanten und erwartete die baldige Lieferung, um die bereits an ihn bezahlten Fernseher ausliefern zu können.

Daraus wurde jedoch nichts, da er offenbar das Kleingedruckte im Vertrag nicht gelesen hatte. Die Bezeichnung „das Kleingedruckte“ ist möglicherweise irreführend, denn ich möchte nicht andeuten, dass er vom Lieferanten hereingelegt worden war. Es handelte sich vermutlich um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche er jedoch nicht zur Kenntnis genommen hatte, wie er das hätte tun sollen. Er hatte sie vielmehr als „das Kleingedruckte“ betrachtet, was dazu führte, dass er erfahren musste, dass er gar keine Fernseher geliefert bekommen würde.

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Jessica und die Odenwaldbande
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