Jürgen Greiner Autor

eBay (ohne Kleinanzeigen) und PayPal
Fortsetzung Seite 2

Von daher waren die Käufe bei eBay ziemlich sicher, denn schließlich musste der Käufer in Vorleistung treten, weil er zuerst das Geld überweisen musste, ehe er darauf warten musste, dass ihm die Ware auch tatsächlich zugeschickt wurde. Eine weitere Sicherheit gab der Bezahldienst PayPal, weil hier der Geldfluss über eine dritte Person, nämlich über PayPal lief. Wenn man via PayPal bezahlt, dann erhält der Verkäufer das Geld erst dann, wenn der Käufer auch den Erhalt der Ware bestätigt hat.

Die Idee bei PayPal, den jeweiligen Kunden zu identifizieren, war die, dass dieser ein Bankkonto als Referenzkonto angeben musste. Auf dieses Konto überwies PayPal einen Cent und in der Rubrik Verwendungszweck war ein Code enthalten, mit dem der neue angelegte PayPal-Account verifiziert werden konnte. Bitte seien Sie nicht verwirrt, wenn ich bei der Beschreibung die Vergangenheitsform angewandt habe. Dies gilt immer noch, aber anscheinend nicht mehr unbedingt. Meine Erfahrungen aus zahlreichen Fällen haben gezeigt, dass ein neu angelegtes PayPal-Konto offenbar doch genutzt werden kann, auch wenn die Verifizierung mittels des bei der 1-Cent-Überweisung übermittelten Codes nicht geschehen ist.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass es sich bei eBay (in der traditionellen Form) um einen sehr sicheren Marktplatz handelt, insbesondere, wenn die Bezahlung über PayPal erfolgt ist. Dies stelle ich im polizeilichen Alltag deswegen fest, weil die Strafanzeigen wegen Betrugs beim Handel bei eBay (in der traditionellen Form) kaum noch eine Rolle spielen. Dabei spielt sicherlich eine Rolle, dass die Betrüger heute andere Spielwiesen nützen, worauf ich im nächsten Kapitel zu sprechen komme.

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Jessica und die Odenwaldbande
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